Hoffnung, Heimat, eine Handvoll Glück

31. Jul, 2021

Die Hauptrolle in diesen kurzen Erzählungen haben die großen Gefühle übernommen, die das Leben steuern. Mal zum Guten, mal zum Bösen – oft bis in den Tod. Mechtild Borrmann (preisgekrönt, u. a. Deutscher Krimipreis) kennt sich aus mit menschlichen Abgründen und Ausweglosigkeiten, ihre Momentaufnahmen, die das Leben ihrer Protagonisten entscheidend verändern, schildert sie mit Präzision, Klarheit und große Empathie für die Menschen, die in ihrem Fokus stehen. Mal anrührend, mal erschütternd.

 Wie verzweifelt muss die naive Lore gewesen sein, die ihr Leben lang für den Erhalt des elterlichen Hofes geschuftet hat und dann miterleben muss, wie ihr Taugenichts-Mann alles zunichte machen will.

 Wie „ein Geschenk“ erlebt Josef, der mit seiner Frau Alma ein ruhiges bescheidenes Leben führt, die Fehlbuchung von 75.000 Euro auf seinem Bankkonto. Träumt er nicht seit Jahrzehnten von einer Ägypten-Reise? Sollte er sich endlich einen Wunsch erfüllen?

 Wie schmerzvoll ist der Brief einer Mutter an ihren verlorenen Sohn Christian. „Dein Vater und ich sind immer der Meinung gewesen, dass elterliche Liebe, Bildung und ein itaktes soziales Umfeld einem Kind optimale Entwicklung garantieren. Heute bezweifle ich das...“ Die Mutter zeigt auf, was der gefühllose und mitleidslose Sohn bereits im Kindesalter anderen angetan hat. Damals versuchten die Eltern noch, sich mit entschuldigenden Erklärungen zu beruhigen. Jetzt steht der Sohn vor Gericht. Wegen Mordes. „Ich weine Christian, Du wirst die nächsten zehn Jahre im Gefängnis sitzen, und ich weine vor Erleichterung. Die Welt wird in dieser Zeit sicher vor Dir sein...“

 Welch einen Verrat hat Gertrud erlebt, die für ihren Verlobten bei der Polizei gelogen hat. Da wusste sie noch nicht, dass ihre Hochzeit mit Klaus nie stattfinden würde. „Ich habe auf dich gewartet, ich habe an dich geglaubt“, sagt sie ihm, als er nach 50 Jahren wieder in ihrer Heimatstadt auftaucht, seine „Goldene Hochzeit“ mit einer anderen Frau, mit Luise steht bevor. „Ich habe damals Luise kennengelernt und dich vergessen“, sagt er. „Dass er das wagt“, denkt Gertrud. Dann schlägt sie zu.

 Wie gnadenlos und grausam ist die Tat der 17jährigen Ariane und ihres 15jährigen Bruders Marius. Sie haben Marius Lehrerin in ihrer Wohnung überwältigt, an ihr Bett gefesselt und über Tage verdursten lassen. Zwei arrogante, verwöhnt-verzogene Bildungsbürger-Kinder, die nicht die kleinste Spur von Unrechtsbewußtsein in sich haben. Sie wollten sich rächen: Marius sei Unrecht geschehen, die Lehrerin habe seine Deutsch-Arbeit (die er im Internet gekauft hatte) zurückgewiesen und mit einer „Sechs“ benotet... „Eigentlich war das doch alles die Schuld der Lehrerin“, meint die Schwester.

 Wie schicksalhaft, dass Simon in der Abflughalle des Flughafens plötzlich ein Geruch anweht und ihn an eine glückliche Zeit erinnert. Wie er innehält und sich eingesteht, dass er all die Jahre darauf gewartet hat: wieder die Ruhe und die Verlässlichkeit zu haben, „in der er seinen inneren Takt finden kann.“ Karl, den er vor fünfzehn Jahren verlassen hatte, war sein Glück gewesen. Nicht die Zukunft, die er sich inzwischen aufgebaut hat. Simon erfährt: „Glück hat einen langsamen Takt.“

Mechtild Borrmann, die der Erfolg ihres verstörenden Buches „Grenzgänger“ 2018 zur Bestsellerautorin machte (sehr empfehlenswert; Besprechung finden Sie unter der Rubrik "Nachsommer"; klicken Sie auf die Menüleiste) lotet auch in diesen bewegenden, kraftvollen Erzählungen alle Facetten des Menschseins aus.

 

 

 

16. Jul, 2021

 

Mit der Penguin Edition ist jetzt eine neue Klassikerreihe im Taschenbuchformat gestartet. Als Auftakt laden sechs Taschenbücher – eine internationale Auswahl – zum Entdecken und Wiederentdecken ein: Jane Austen: Northanger Abbey; Tania Blixen: Jenseits von Afrika; Gustave Flaubert: Madame Bovary; Leo Tolstoi: Kreutzersonate; Stefan Zweig: Schachnovelle und von F. Scott Fitzgerald „Die Schönen und Verdammten“, der Romanklassiker (1922 erschienen) aus dem New York des „Jazz-Age“, der aufregenden und aufgeregten Zeit zwischen 1920 und 1930 in den USA. Halbjährlich werden weitere populäre Klassiker der Weltliteratur erscheinen.

 Die Schönen und Verdammten“, der Roman eines rauschhaften, sinnlosen Lebens ist unglückliche Lebensstory, Verfallsgeschichte einer Ehe und Gesellschaftssatire zugleich. Auf Anhieb wurde das Buch zum Bestseller – und ein Wiederentdecken lohnt sich, denn auch damals in den „roaring twenties“, einem lauten und lärmenden Jahrzehnt, standen die Zeichen der Zeit auf Umbruch, auf Werte- und Strukturwandel, die beiden Romanfiguren Anthony und Gloria erleben es hautnah.

 Mit 16 ist Millionenerbe Anthony noch ein schüchterner Junge, der Briefmarken sammelt und seine Mitmenschen „mit höflicher Ratlosigkeit betrachtet.“Als junger Erwachsener entwickelt er sich mit seiner Sammlung von Krawatten, seidenen Pyjamas und Brokat-Hausmänteln zum Dandy, auf seinen Europa-Reisen entdeckt er die italienische Renaissance und findet Gefallen an der Geselligkeit und dem Müßiggang seiner Gesellschaftsschicht. Zurück in den USA, fordert der strenge Großvater Leistung ab, doch Anthony entspannt sich lieber in seinem luxuriösen Badezimmer... Er ahnt, dass er nur mittelmäßig ist, manchmal spürt er Angst und Einsamkeit und eine große Leere in sich. Zitat: „Ein anmaßender Narr war er, der einer Cocktailkarriere nachlief...“

 Dann lernt Anthony Gloria kennen, die Cousine eines Freundes. Anthony entdeckt, dass ihn diese Gloria, eine schöne junge Frau, tief bewegt. Sie bleiben zusammen, doch nach ein paar Jahren snobistischen Daseins, das einem Rausch ähnelt, haben sie nichts mehr, was ihnen lebenswert oder gar sinnvoll erscheint. Anthony denkt nur noch bis zum nächsten Drink, und Gloria „hat sich zu einem streitsüchtigen und unvernünftigen Frauenzimmer entwickelt.“ Auch das Geld ist knapp geworden, das 30-Millionen-Erbe ist noch nicht geflossen. An diesem Punkt hat das Paar „das gewaltige Panorama des Lebens fast völlig verloren.“

 Ein entlarvendes Buch, tieftraurig, amüsant, scharfsinnig: die Vorführung eines sinnlosen Lebens und Einblick in die luxuriöse Welt des amerikanischen Geldadels der 20er, 30er Jahre – eine Welt, die der Schriftsteller F. Scott Fitzgerald („Der große Gatsby“) so liebte. Auch er brauchte für sein Leben das schnelle Tempo, den immer wechselnden Reiz, den Rausch. Er wollte zwanghaft nach „oben“, reich und berühmt werden.

 Im Nachwort des Buches zeigt der Kulturwissenschaftler Tilman Höss im Leben der Fitzgeralds sogar Parallelsituationen zu dem „äußerst aufschlussreichen Zeitroman“ auf und meint: „Im Nachhinein wirkt 'Die Schönen und Verdammten' wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung der privaten Fitzgerald-Tragödie. Es musste Fitzgerald vorkommen, als hätte er das Unheil herbeigeschrieben. Die Fitzgeralds hatten als junges Paar die goldenen Zwanziger verkörpert, später symbolisieren sie deren Niedergang. Ursache ist nicht nur der legendäre Börsenkrach, der 24. Oktober 1929. Zelda Fitzgeralds Krankheit wird als Schizophrenie diagnostiziert, und aus dem Partytrinker F. Scott Fitzgerald ist ein Alkoholiker geworden. Sein einziger Trost sei es in den 30er Jahren gewesen, dass er die Katastrophe vorher geahnt habe, diese Wahrnehmung habe all seine Geschichten beherrscht. Tilman Höss: „Fitzgerald war nicht nur ein begnadeter Erzähler, sondern verstand es auch immer wieder, die widersprüchlichen persönlichen und gesellschaftlichen Erfahrungen zu deuten und auf den Punkt zu bringen.“ 

3. Jun, 2021

Dan hat den ganzen Tag im Büro gesessen und dabei das Gefühl gehabt, „von innen zu verfaulen.“ Er hat mal Kunst studiert, inzwischen aber verstaubt die Mappe mit seinen Arbeiten unter dem Bett. Seitdem er mit Bea verheiratet ist, verdient er sein Geld als Immobilienmakler, ein Job, den er hasst. Dan träumt von einem anderen Leben, im Gegensatz zu Bea, die als Psychotherapeutin glücklich ist, wenn sie einem Menschen helfen kann. So ist die Stimmungs- und Ausgangslage in Sadie Jones neuem Roman, der harmlos beginnt und unterschwellige Frustationen erst einmal unterdrückt.

Das Paar beschließt, eine kleine Auszeit zu nehmen, das bescheidene Londoner Apartment zu vermieten, ein altes Auto zu kaufen und Richtung Frankreich zu reisen. Man könnte als erstes Beas Bruder Alex besuchen, der in Burgund ein Hotel führt. Von Beas Familie weiß Dan wenig, er hat die Eltern nur kurz kennen gelernt, sie sollen wohlhabend sein. Bea pflegt keinen Kontakt zu ihnen und verschließt sich allen Nachfragen.

Erst in Burgund, in dem heruntergekommenen Hotel des Bruders, wird offenbar, was Beas Familie überschattet, zerstört und alle in einen gefährlichen Bann zieht: die dunkle Seite des Geldes, die Macht und die Abhängigkeit, die damit einher gehen. Als Dan erfährt, dass sein Schwiegervater einer der reichsten Männer Londons ist, verändern sich seine Sichtweisen, seine Gedanken und auch das Verhältnis zu seiner Frau. Warum hat sie ihn in ein ärmliches Dasein gezwungen, ohne die Situation mit ihm zu besprechen?

Auch Beas Eltern tauchen überraschend in Burgund auf, und nach und nach enthüllen sich die Hintergründe und Abgründe einer Familientragödie, die den dunklen Spannungsroman voran treiben. Exzentrik, Dekadenz, Demütigung und Machtmißbrauch sind auszuhalten. Und dennoch scheint der Sog des Geldes alles zu überbieten.

Alex, der verstörte, haltlose Bruder, einer, der lebenslang Opfer war, ist ermordet worden. Ein Autounfall sollte die grausame Tat vertuschen. Nun ermittelt die französische Polizei. Die Szene wird zunehmend beklemmender, gefährlicher, und der Schrecken ist noch lange nicht vorbei. Es bleibt brisant bis zur letzten, 457. Seite. 





9. Mrz, 2021

Ich fühlte mich wie ein ewiges Ei, dessen Inneres bereits verdorben war. Wieso war das aus mir geworden? War dies das Schicksal, das mir zugeteilt worden war? Die Fragen, die aus meinem Inneren heraufdrängten, setzten mir ziemlich zu. Ich vergeudete meine Tage damit, aus einer Sackgasse zum trüben Himmel hochzublicken, ohne zu wissen, wo ich hingehörte...“ Der schüchterne, ständig selbstzweifelnde Yama ist unglücklich. Er ist ein kreativer junger Mann, der sich für Theater, Kino und Fernsehen begeistert und davon träumt, Drehbücher zu schreiben. Stattdessen lässt er sich täglich von einem tyrannischen TV-Produzenten schikanieren und vergeudet sein Talent mit dem Ausdenken dummer Quizfragen.

Schauplatz des neuen Romans des japanischen Bestseller-Autors Durian Sukegawa („Kirschblüten und rote Bohnen“) sind die 80er Jahre in Tokio im Stadtviertel Shinjuku. Dort gerät Yama eines Abends in eine winzige Bar mit Namen „Karinka“, hinter der Theke steht die wortkarge, schielende Yume, die Gäste ringsum haben hohen Unterhaltungswert, einige schräge Vögel, viele liebenswerte Charaktere.

Yama ist fasziniert, von der Stimmung, von der Atmosphäre, von den Menschen und von den köstlichen Parikasschoten, die Yume auf dem Grill brät. Und auch von den Katzen, die sich gelegentlich außen am Oberlicht der Bar zeigen: Katzentheater. Die Besucher schließen Wetten darüber ab, welche Katze sich wohl als nächste zeigen wird. Am Kühlschrank hängt zur Unterscheidung ein von Yume gezeichneter Katzenplan.

Yama bemerkt, dass er friedlicher und zufriedener wird, sobald er am Abend die Glastür aufschiebt und die Karinka-Bar betritt. Yume spricht inzwischen mit ihm, lächelt ihm zu. Er traut sich, ihr einen Brief zu schreiben. Sehr behutsam geschieht diese Annäherung zweier Außenseiter: ein gemeinsames Essen in einem türkischen Restaurant, die Versorgung der Straßenkatzen von Shinjuku, die sich in der Ruine eines Bordells eingerichtet haben, die Gespäche über Gedichte und Yumes eindringlicher Appell, er möge doch das schreiben, was ihm am Herzen liege und sich vom mainstream verabschieden. Sie schenkt ihm einen knallblauen Füller. Es beginnt so schön und hoffnungsvoll – und endet abrupt und tragisch. Yume wird verhaftet.

Durian Sukegawa beschreibt diese ungewöhnliche Liebesgeschichte mit Feinsinnigkeit und Wärme, bettet „den poetischen Roman über zwei Außenseiter“ (Klappentext) ein in die alltäglichen, kleinen Begebenheiten und steuert ihn durch die großen Sinnfragen des Lebens. Das ist anrührend und fesselnd zugleich. Und es tröstet sehr, dass sich Jahrzehnte später Yume und Yama noch einmal sehen und miteinander reden. Versöhnlich und voller Verständnis – über „Die goldene Hortensie“ und andere Gedichte, über Katzen und über ihr Leben.



28. Feb, 2021

„Ihre Hand lag in meiner, aber ihr ganzer Körper war dem Meer zugewandt... es war richtig gewesen, mit ihr ans Meer zu fahren, es brachte sie zum Singen. Der Zauber faszinierte auch mich. Ich konnte nicht genug bekommen von Suizas Freude...“ Tomás hat Suiza etwas erfüllt, wovon sie immer geträumt hat. Sie wollte einmal im Leben das Meer sehen, es riechen, es hören, es für sich entdecken. Diese Sehnsucht hat sie auch in Tomás spanisches Dorf gebracht: Suiza, eine kindhafte, zarte, junge Frau, die angeblich aus der Schweiz kommt. Tomás, der einzelgängerische, verlotterte Großbauer, ein rauher, wortkarger Macho-Kerl, hat sie gesehen und ist ihr sofort verfallen, ihrer Zartheit, ihrer Blondheit, ihrem Geruch, ihrer Jugend. In der Bar, in der Suiza kellnert, packt er sie am Handgelenk und zieht sie mit sich in die Sommernacht. Suiza folgt ihm wie willenlos. Sie wehrt sich nicht, sie lässt alles zu. Tomás nimmt die Frau, die ein wenig unbedarft wirkt, mit auf seinen Hof. Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte beginnt.

 Bénédicte Belpois schert sich nicht um gesellschaftliche Normen oder aktuelle Mann-Frau-Diskussionen. Sie konfrontiert uns mit einer Vergewaltigung, mit Macho-Gehabe, mit respektlosen Übergriffen, mit männlichem Besitzdenken. Alles abscheulich und oft unerträglich – und dennoch: wie sich diese Leidenschaft und Liebe zwischen Tomás und Suiza entwickelt und wie sich dieser grobe, herrische Tomás wandelt und wie er – offen, schonungslos, radikal, oft derb in seiner Wortwahl – seine Gedanken preisgibt, das fesselt und liest sich wie eine Achterbahnfahrt durchs Gefühlswelten. Mal zauberhaft-zärtliche Intimität, mal übergriffige, in Besitz nehmende, enthemmte Lust. Eine explosive Intensität: „Meine riesigen Hände hielten ihr Gesicht, ich fesselte ihren Blick in meinem, ich wollte auch in ihren Kopf, sie daran hindern, selbst in Gedanken davonzulaufen, fort von mir.“ Das ist der Tomás, der in seinem Leben nie Liebe und Zärtlichkeit erfahren hat – auch nicht, dass er einer Frau Lust bereiten kann. Und endlich kann er auch reden. Über seine Einsamkeit, über sein Glück mit ihr zusammen zu sein. „Ich sagte ihr, sie müsse keine Angst mehr haben oder leiden, ich sei immer für sie da, sie könne sich immer auf mich verlassen... Schließlich sprach ich auch über den Krebs, der meine Lunge zerfraß, meine Angst zu sterben und meinen erbitterten Lebenswillen, schon allein ihretwegen.“

 Seiner alten Amme Agustina berichtet er, "Suiza", die jetzt seine Frau sei, „wäre wie ein kleines Gänseblümchen in einem Rosenfeld.“ Sie sei nicht etwa dumm, wie manche im Dorf glaubten, sondern sie sei “stehengeblieben, festgehalten in einem kindlichen Stadium, nicht erwachsen geworden. Zuerst hat mir das Angst gemacht. Jetzt füllt es die Leere in mir, dass ich mich um sie kümmere. Ihre Schwäche macht mich stark.“ Suiza wird Tomás' Lebenssinn und Lebensinhalt.

Nur so lässt sich verstehen, warum der Todkranke eine radikale Entscheidung trifft – und eine „unendliche Traurigkeit“ hinterlässt.

 Bénédicte Belpois, die französische Autorin dieses – sicherlich polarisierenden – Buches, ist eine Frau Mitte 50, von Beruf Hebamme. „Hingabe“ ist ihr erstes Buch. „Das Körperliche, der Schmerz, Naturgewalt, Tod und Glück, gehören zu ihrem Alltag“, kündigt sie ihr deutscher Verlag S. Fischer an und vermerkt: „Belpois wusste nicht, wohin sie ihr Manuskript schicken sollte. Ihre Töchter empfahlen ihr „Gallimard“, den einzigen Verlag, den sie namentlich kannten. Gallimard, einer der bedeutendsten Verlage Frankreichs, entschied sich sofort zur Publikation.“