3. Mrz, 2017

Zuhause – von Daniel Schreiber, Hanser Berlin

„Sich ein Zuhause zu suchen bedeutet, einen Ort in der Welt zu finden, an dem wir ankommen – und dieser Ort wird zuallererst ein innerer Ort sein, ein Ort, den wir uns erarbeiten müssen...“ Daniel Schreiber, Kunstkritiker verschiedener internationaler Zeitungen und Magazine, schreibt über unsere Beziehung zu dem, was wir als Zuhause bezeichnen, über unsere Sehnsucht nach einem Ort, an dem wir uns aufgehoben fühlen. Denn Zuhause sei nichts Gegebenes mehr, sondern ein Ort, zu dem wir suchend aufbrechen. Schreiber beschreibt das auf sehr persönliche Art, erzählt von den Vorfahren, die ihr Leben auf der Flucht verbrachten, von seiner Kindheit in einem mecklenburgischen Dorf, von seinem Leben zwischen New York, London und Berlin. Und er mischt in seinem Essay die persönlichen Erfahrungen mit philosophischen und soziologischen Betrachtungen. 143 kluge, anregende und nachdenkliche Seiten über „die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen.“ Dass diese Suche und Sehnsucht in Zeiten des Umbruchs und der Globalisierung immer mehr Menschen umtreibt, ist nachvollziehbar. Es geht um das Gefühl des Zuhauseseins, um die Suche nach Gemeinschaft und nach dem inneren Einklang mit der Welt, „um den Ort, der die Möglichkeit birgt, bei sich selbst anzukommen...“