17. Dez, 2018

Karin Kalisa: Sternstunde, Droemer

Im Radio hört die kleine Kim, dass es den Weihnachtsstern, dem die Heiligen Drei Könige damals gefolgt sind, wohl gar nicht gegeben hat. Sie mag das nicht glauben. Schließlich ist der Weihachtstern „ihr“ Stern. Der, unter dem sie am 24. Dezember vor acht Jahren als Kimberly Stella Goldschmidt geboren ist. Und der durch ihr Leben funkelt, solange sie denken kann.

Nach dem Radiobericht in „Wissenschaft am Nachmittag“ war alles ein Irrtum. Der Weihanchststern soll ein Komet gewesen sein, eine halbgefrorene Kugel aus Gas und Staub, die zufällig zu Jesu Geburt durchs All gerast ist...

 Karin Kalisa, die bereits mit ihrem Debüt „Sungs Laden“ eine wunderbar poetische Geschichte vorgelegt hat, beschert uns nun eine zauberhafte Weihnachtserzählung. Die kleine Kim besitzt eine Weihnachtsstern-Mappe. Dort sammelt sie alle Abbildungen mit Weihnachstsstern und den Weisen aus dem Morgenland. Sehr akkurat hat sie die b esonders schönen Stücke aus den Kunstbänden ihrer Eltern ausgeschnitten. Ihr Vater ist Restaurator, ihre Mutter Porzellanmalerin. Als die Eltern die Lücken entdecken, ist man erschüttert, aber man versteht, warum Kim Stella das getan hat. Auch Bruder Sari hat geschwindelt, er hätte Kim beim Ausschneiden geholfen. Die Goldschmidts sind eine nette Familie, immer auf Zusammenhalt und Harmonie bedacht. Als Kim dann zufällig Professor Arthur Sanftleben, Professor für Astrophysik, kennen lernt, darf sie alle Fragen stellen, die sowohl den Weihnachststern wie auch die übrige kosmische Welt erhellen. Zum Staunen schön. Für Erwachsene und Kinder.