31. Okt, 2018

Hinter dem Licht und den Dingen

von Matthias Politycki

  Manchmal ist es

an einem Sonntag nachmittag

so still, dass der Tag

einen Riss bekommt. Dann

hebst du den Kopf

aus deinen Papieren und

kannst es mit einem Mal hören:

das Rauschen der Zeit

hinter dem Licht

und den Dingen. Doch

wie du den Kopf

leicht schräg legst

und die Hand hinters Ohr,

da schliesst sich der Riss

schon wieder.

  Aus:

Sämliche Gedichte

2017- 1987

Hoffmann und Campe